Falsches Behördenportal: die Seiten erkennen, die Sie täuschen
Gefälschtes Finanzamt, Sozialamt oder Krankenkasse mit Versprechen einer Erstattung: so erkennen Sie ein falsches Behördenportal und prüfen eine Adresse.
Aktualisiert am 15. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Eine Nachricht verkündet Ihnen eine gute Neuigkeit: ein zu viel gezahlter Betrag zum Abholen, eine Erstattung vom Sozialamt, vom Finanzamt oder von der Krankenkasse. Es genüge, zu klicken und Ihre Informationen einzugeben. Die Seite, die sich öffnet, gleicht dem offiziellen Portal aufs Haar. Genau darin liegt die Gefahr: es handelt sich um ein falsches Behördenportal, das Ihre Zugangsdaten und Ihre Bankdaten abgreifen soll.
Warum diese gefälschten Seiten so glaubwürdig sind
Die Betrüger ahmen Logo, Farben und Layout der Behörden originalgetreu nach. Falsches Finanzamt, falsches Sozialamt, falsche Krankenkasse, falsche Identifizierungsseite: optisch ist die Kopie überzeugend. Das Einzige, was sie nicht perfekt imitieren können, ist die Adresse der Seite. Sie ist es, die den Schwindel verrät.
Der andere Hebel ist das Szenario. Die falsche Erstattung erzeugt ein Gefühl des Glücksfalls und senkt Ihre Wachsamkeit. Man verlangt dann Ihre Kartennummer oder Ihre Bankverbindung unter dem Vorwand, die Summe gutzuschreiben, obwohl keine Behörde so vorgeht.
Ein falsches Portal erkennen
Bevor Sie die geringste Information eingeben, wenden Sie diese Reflexe an.
- Lesen Sie die vollständige Adresse in der Browserzeile, nicht nur den in der Nachricht angezeigten Namen.
- Achten Sie auf zweifelhafte Endungen oder ähnliche Namen: Varianten, Tippfehler, um den offiziellen Namen herum eingefügte Wörter.
- Misstrauen Sie einer Seite, die gleich zu Beginn Bankdaten für eine Erstattung verlangt.
- Seien Sie vorsichtig bei jeder Dringlichkeit oder Drohung, ein Recht zu verlieren.
Deutsche Behörden nutzen offizielle Domains mit nachvollziehbaren Namen, in der Regel mit der Endung .de. Eine Adresse, die davon abweicht, sollte Sie sofort stoppen.
Die sichere Methode
Gehen Sie niemals über einen erhaltenen Link, um auf ein Behördenportal zuzugreifen. Öffnen Sie selbst Ihren Browser und geben Sie die offizielle Adresse direkt ein, oder nutzen Sie ein gespeichertes Lesezeichen. Bei Zweifeln an einem Link kopieren Sie ihn in unseren Link-Prüfer, bevor Sie klicken: er hilft Ihnen, eine verdächtige Adresse zu erkennen.
Diese Gewohnheit, Dienste nur über die offiziellen Domains aufzurufen und die Adresse zu prüfen, schützt Sie vor nahezu allen diesen Fallen.
Wenn Sie Ihre Daten eingegeben haben
Ändern Sie unverzüglich die betroffenen Passwörter von einem vertrauenswürdigen Gerät aus. Haben Sie Bankdaten preisgegeben, kontaktieren Sie sofort Ihre Bank für einen Widerruf und beobachten Sie Ihre Konten. Bewahren Sie die Nachricht und die Adresse der gefälschten Seite für die Meldung auf.
Um diesen Betrug unter den anderen Missbräuchen rund um Förderungen und Behördengänge einzuordnen, lesen Sie den Leitfaden Förderbetrug. Die offiziellen Kontaktdaten und weitere Hinweise finden Sie beim BSI.
FAQ
- Wie erkenne ich, ob eine Behördenseite echt ist?
- Prüfen Sie die Adresse in der Browserzeile: deutsche Behörden nutzen offizielle Domains, meist mit der Endung .de und einem nachvollziehbaren Namen. Misstrauen Sie ähnlichen, falsch geschriebenen Adressen oder ungewöhnlichen Endungen.
- Ich habe eine Nachricht über eine Steuer- oder Sozialerstattung erhalten. Ist das verlässlich?
- Die falsche Erstattung ist der häufigste Köder dieser Maschen. Behörden fordern niemals per Mail oder SMS Ihre Bankdaten an, um Sie zu erstatten. Öffnen Sie den Link nicht und melden Sie sich selbst auf dem offiziellen Portal an.
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